Psychosomatik

In der Psychosomatik wird großer Wert darauf gelegt, zu erkennen, wie Gesundheit entsteht und erhalten werden kann.

In der Therapie gilt es, für jeden einzelnen Menschen mögliche Zusammenhänge zwischen unbewussten Prozessen, die sich sozial, physisch und seelisch entwickelt haben und die sich in körperlichen Symptomen ausdrücken, zu entschlüsseln.

So können beispielsweise Ereignisse buchstäblich unter die Haut gehen, auf den Magen schlagen, die Luft zum Atmen nehmen, den Atem stocken lassen, schlaflose Nächte bereiten, das Herz zuschnüren, nicht verdaulich sein, den Nerv ziehen, einen Schlag versetzen, einen im Innersten verletzen, über die Leber laufen etc.

Das körperlich-seelische und soziale Ungleichgewicht drückt sich oft in Erkrankungen des Herz- und Kreislaufsystems, Schmerzsyndromen, Kopfschmerzen, chronisch entzündlichen Magen-Darmerkrankungen, Hauterkrankungen, Schlafstörungen, Depression, Essstörungen, Blasenstörungen, Atembeschwerden, Sexualstörungen, Tinnitus, Unterbauchschmerzen, Verspannungen, etc. aus.

Studien zufolge leiden 41% bis 49% der Menschen, die sich in Allgemeinkrankenhäusern oder in Allgemeinpraxen mit körperlichen Beschwerden vorstellen, auch an behandlungsbedürftigen psychischen Störungen. Manche Studien vermuten sogar Werte bis zu 80%.  Probleme im Beruf, Beziehungsprobleme, Traumatisierungen und Verlusterlebnisse sind die häufigsten Ursachen und Quellen psychosomatischer Erkrankungen.

Menschen mit psychosomatischen Beschwerden sind auch auf eine gute Zusammenarbeit von Haus- und FachärztInnen, PsychologInnen, PsychotherapeutInnen, PhysiotherapeutInnen, etc. angewiesen. Eine ausdrückliche Zustimmung der KlientIn muss hierfür aber gegeben werden (Schweigepflichtentbindung), da TherapeutInnen, PsychologInnen und ÄrztInnen unter Verschwiegenheitspflicht stehen.

Der Mensch ist keine Maschine – kein Baukasten einzelner Teile, die mehr oder weniger unabhängig voneinander funktionieren und „reparierbar“ sind.
Körper und Seele gehören zusammen und sind nicht voneinander zu trennen.

Schmerzbewältigung

Der Schmerz ist ein Phänomen, das uns Menschen grundsätzlich vor weiteren Schmerzen schützen sollte. Dieses Warnsignal kann sich aber manifestieren und somit zur dauerhaften Belastung werden und so entsteht ein Teufelskreis.

Hier sind organische, psychische und soziale Einflussfaktoren eher die Regel als die Ausnahme.

Am Beginn einer Therapie stehen Diagnostik und Feststellung,  eine ärztliche Abklärung, Psychoedukation (Informationsvermittlung) und Therapieplanung.

Zusätzlich zum Erkennen der eigenen Schmerzpsychodynamik und ihres Zusammenhängens mit dem Umgang mit den eigenen Bedürfnissen und Gefühlen, beides zentrale Themen der Schmerztherapie, kommen Selbsthypnose, Distanzierungstechniken, Innere Bilder, Schmerzprotokolle, Kreative Medien, Entspannungsmethoden, Hypnose etc. zum Einsatz.

„Gib Worte deinem Schmerz: Gram, der nicht spricht, presst das beladene Herz, bis dass es bricht.“ William Shakespeare, Macbeth

Hypnose, Entspannungsmethoden und kreative Medien

Diese Therapietechniken auf welche ich mich spezialisiert habe, können in den verschiedensten Therapieabschnitten und bei unterschiedlichen Problematiken zur Anwendung kommen.

Kreative Medien schaffen es sehr oft, mit unaussprechbaren Themen sowie tiefen Gefühlen in Berührung zu kommen und diese so einer bewussten Erfahrung zugänglich zu machen. Dieses Erleben klärt und entlastet, indem es innere Zustände verbildlicht und nach Außen bringt.

Hypnose, Entspannungsmethoden und kreative Medien sind spezielle therapeutische Techniken und immer in das Ganzheitsbehandlungskonzept der Psychotherapie eingebettet.